Wie man den richtigen Griff beim Tennisschläger wählt

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Grundlagen des Griffs

Der Griff ist das Steuer – ohne ihn rudert das Schiff im Nirgendwo. Es gibt vier Grundformen: Eastern, Semi‑Western, Western und Continental. Jeder hat seine Eigenheiten, und das richtige zu wählen, bedeutet, den Ball nicht nur zu treffen, sondern zu beherrschen. Die Finger schließen leicht, der Daumen drückt leicht nach unten, so entsteht das Fundament. Und das ist erst der Anfang.

Deine Hand, dein Stil

Schau mal, ein leichter Handgelenksknick kann den Unterschied zwischen Slice und Topspin ausmachen. Wer viel Spin will, greift tiefer, damit das Handgelenk mehr Spielraum hat. Wer dagegen flaches, kontrolliertes Spiel sucht, bleibt eher oben. Und hier kommt das Wort “Komfort” ins Spiel: Wenn du nach zehn Minuten im Training bereits Schmerzen spürst, hast du den falschen Mittelweg gewählt.

Griffstärke und Material

Das richtige Gewicht ist genauso wichtig wie die Form. Ein zu harter Griff lässt die Hand verkrampfen; ein zu weicher lässt die Kontrolle entgleiten. Moderne Overgrips geben dir die Möglichkeit, die Dichte individuell anzupassen – sprich, du kannst das Gefühl von Leder oder Kunststoff kombinieren. Übrigens, beim Testen auf dem Platz sollte das Gefühl sofort klicken, nicht erst nach Stunden.

Testen am Platz

Hier ist der Deal: Nimm dir drei Schläge, setz dich, nimm den Schläger und drück ihn mit leichtem Druck in die Handfläche. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Finger den Schläger „umarmen“ und nicht „festhalten“, ist das ein gutes Zeichen. Dann ein kurzer Aufschlag – wenn das Handgelenk nicht nach hinten schnellt, hast du den Sweet Spot gefunden.

Feinjustierung mit dem Overgrip

Ein kleiner Trick, den viele übersehen: Das Overgrip nicht nur für Feuchtigkeit, sondern als Feineinstellung. Drehe das Overgrip ein Stück nach oben, wenn du mehr Spin willst, oder nach unten, wenn du das Gefühl von Stabilität suchst. Auf tennisdamen.com findet man sogar Videos, die das in Echtzeit zeigen.

Der psychologische Faktor

Dein Mindset beeinflusst den Griff fast genauso stark wie die Anatomie. Wenn du dich beim Aufschlag unsicher fühlst, greifst du reflexartig härter zu, was wiederum zu Fehlstellungen führt. Entspannt bleiben, tief durchatmen, dann den Griff wie ein natürlicher Teil deines Arms akzeptieren.

Checkliste für den Alltag

Ein kurzer Rundblick: 1) Form passen – Eastern vs. Western. 2) Druck prüfen – leicht, nie verkrampft. 3) Material testen – Overgrip anpassen. 4) Auf dem Platz fühlen. 5) Psychik im Griff haben. Wenn du das alles im Hinterkopf behältst, bist du schon einen Schritt voraus.

Ein letzter Rat

Probier heute noch den Griff aus, der dir am wenigsten intuitiv erscheint – das schärft den Blick und bringt schnell Klarheit über das, was wirklich funktioniert.